31•08•2018 ••

Unsere September-Memoments

Holi für Uli

Wir sind wieder daaaaaa. Heißt, stimmt gar nicht. Ich bin wieder da und Sabine treibt sich noch in Griechenland am Strand herum. Aber sie kommt auch bald wieder und dann geht es hier wie gewohnt munter wieder los. Solange aber verrate ich euch meine ganz persönlichen Memoments für den September. Der September ist nämlich ein ganz besonders farbiger Monat. Warum? Seht selbst...


Im September geht es bunt


Die farbschillerndsten Partys

Und das nicht nur in der Natur, sondern auch mitten in der Stadt. Gleich Anfang September empfehlen wir euch das Holi Festival of Colours. Mit der Musik von Top-DJs feiert München am 1. September eine megabunte Party. Am besten kommt man ganz in Weiß, denn jede Stunde darf man seinen Farbbeutel aufreißen und wild um sich herum verteilen. Was für ein farbenfrohes Spektakel. Weitere "Holis" gibt’s übrigens am 08.09. in Hamburg und am 15.09.2018 in Leipzig.

 

Frei nach dem Motto „Berlin leuchtet“

Auch Berlin wird im Herbst farbig und ist für mich in jedem Fall eine Reise wert. Denn unterschiedlichste Künstler bringen Berlin zum Leuchten. Sehr farbenfroh und mit tollen Motiven werden Sehenswürdigkeiten, alte Gemäuer und moderne Gebäude durch Lichtinstallationen ganz neu in Szene gesetzt.  Die Symbolkraft des Lichts verbindet. Kulturen, Menschen, Religionen und ganze Nationen. Das farbenfrohe Lichterfest findet vom 28.9. bis zum 14.10.2018 in Berlin statt.

Farbenfrohes Lesen 

Sehr farbenfroh, passend zum Herbst, präsentiert sich das Buchcover unserer Herbstlektüre „Das Weibliche Prinzip“ von Meg Wolitzer. Durch das Zusammentreffen mit Faith Frank, einer Mittsechzigerin und Schlüsselfigur der Frauenbewegung, bricht in der jungen Greer Kadetsky etwas auf und sie steht vor der allentscheidenden Frage: Wer bin ich und wer will ich sein? … Und fragen wir uns das nicht alle hin und wieder?

Auf alle Fälle erzählt Meg Wolitzer schillernd in allen Facetten von Feminismus, Loyalität und Liebe und beweist sich in ihrem Roman als brillante Beobachterin unserer Zeit.

München farbig, 1948 bis 1965

Erstmals wurden ca. 300 Farbfotografien aus der frühen Nachkriegszeit Münchens zusammengetragen. „Vom Trümmerfeld zum U-Bahnbau“ ist der Begleittitel der Schau. Ich habe mir die Ausstellung schon angeschaut und kann sie sehr empfehlen. Was ich spannend daran finde ist, dass die meisten Bilder von Amateuren gemacht wurden. US-Touristen und Besatzungssoldaten haben diese „Schnappschüsse“ seinerzeit aufgenommen. Ein interessanter Einblick in die damalige Zeit und sicher einen Blick wert. Dazu gibt es auch einen Bildband. 

Die Ausstellung ist zu den Geschäftszeiten der Architekturbuchhandlung in der Architekturgalerie, Türkenstraße 30 zu besichtigen.


Ultra Violett beleuchtet den Weg in die Zukunft


 

Herbstfarben 2018

Die angesagten Farben für diesen Herbst sind Pantone „Ultra Violett“ und „Crocus Petal“. Ich persönlich gehe mit „Lila“ immer erst ein bisschen in Klausur. Aber letztendlich finde ich es dann doch unglaublich weiblich. Und ganz intuitiv habe ich mir im Urlaub ein Kleid in einer Farbkombi mit „Crocus Petal“ und einem „Martini Oliv“ gekauft und finde es wahnsinnig chic. Angeblich steht Ultra Violett ja, laut Leatrice Eiseman, der Leiterin der Pantone-Farbwelt, für Experimentierfreude und Inspiration. Aber auch für Achtsamkeit und Entspannung als Gegenpol zum reizüberfluteten Alltag. Erinnern soll es an die unendliche Weite eines Nachthimmels. So oder so, der Herbst wird mystisch.

Und passend zur Trendfarbe Ultra Violett im Herbst gibt es einen wundervollen ultra violetten 

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

 

Zutaten für den Mürbeteig

100 g weiche Butter
100 g Zucker 
250 g Mehl
1 Ei
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zutaten für die Streusel

100 g kalte Butter
80 g Zucker 
120 g Mehl
 1 TL Zimt

1 kg Zwetschgen (gewaschen und entkernt)

Springform mit 28 cm Durchmesser

 

Zubereitung Teig:

Die  Zutaten in eine Rührschüssel geben und zuerst mit einem Knethaken und dann mit den Händen zu einem festen Teig kneten. Den Teig mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (in der Größe der Springform) ausrollen und in die gefettete Springform geben. Den Teig am Rand hochziehen. 

Dann die entsteinten Zwetschgen kreisförmig aufrecht auf den Kuchenboden schlichten. Wer keinen Zwetschgen-Entkerner hat, sollte die Zwetschgen auf einer Seite einschneiden, den Kern entfernen und die beiden, noch zusammenhängenden Fruchthälften, jeweils ein Stück einschneiden.

Zubereitung Streusel:  Die kalte Butter in Stücke schneiden. Das Mehl mit dem Zucker, dem Zimt und den Butterstückchen, am besten mit den Händen, zunächst kräftig verkneten, bis sich die Butter mit den anderen Zutaten gut vermischt hat. Die bröselige Masse zwischen den flachen Händen zu (nicht zu kleinen) Krümeln verreiben. Die Brösel auf dem Zwetschgenkuchen verteilen.

Den Zwetschgenkuchen mit Streuseln bei 160° (Umluft) auf der zweiten Einschubleiste von unten für ca. 55 Minuten backen.

Lasst es euch schmecken. Am besten lauwarm und mit Sahne ;-)

Den Kuchen hat übrigens mein Sohn für mich gebacken, ist das nicht süß von ihm?

 


Egal, wie viel Kuchen ich esse, die Schuhe passen immer


Knallbunt und unsichtbar

Noch eine farbenprächtige Ausstellung im Museum Mensch und Natur in München. Ich persönlich finde dieses Museum absolut sehenswert. Eigentlich für Kinder konzipiert, aber ich finde, man hat auch als Erwachsener mit den vielen Interaktionen einen Heidenspaß und dann liegt es auch noch im schönen Schloss Nymphenburg. 

Die Foto-Ausstellung "Knallbunt und unsichtbar" dokumentiert auf eindrucksvolle Art die Farbenpracht der Tierwelt. Sie ist Teil eines über Jahrmillionen entwickelten Kommunikationssystems innerhalb der Tierwelt. Eine spannende Idee für einen verregneten Sonntag und danach gibt es noch einen Kaffee im schönen Palmenhaus im Schlosspark.


Tanz! Vor allem aus der Reihe!


Leihweise Buntes für Zuhause

Eine ganz wundervolle Idee finde ich, ist die Artothek in München. Da muss ich im September unbedingt mal wieder vorbeischauen, um meine Wohnung neu zu dekorieren. Hier kann man sich nämlich Kunst von Münchner Künstlern gegen eine Gebühr ausleihen und für einen bestimmten Zeitraum zu Hause aufhängen. Wenn einem das Kunstwerk besonders gut gefällt, kann man das Ausleihen auch mal verlängern. Wenn nicht, holt man sich einfach etwas Neues.

Ist das nicht eine großartige Idee? Kunst für Jedermann. 

 

Farbe bekennen

Auch die Wimpern bekennen im Herbst Farbe. Denn die schwarze Mascara wird in diesem Herbst durch Knallfarben ersetzt. Damit man nicht gleich „bunt“ aussieht, ist das restliche Make-up eher dezent und nur die Wimpern werden farbig betont. Einfach mal ausprobieren!

 

Und jetzt wird‘s mir zu bunt…

Nein, natürlich nicht. Ich freue mich auf den Herbst. Eigentlich für mich die schönste Jahreszeit. Nach diesem Traumsommer wird der Herbst sicher auch traumhaft schön. Wir in München haben bald den bunten Trachtenumzug und die Wiesn. Und dann kommen diese wundervollen Spaziergänge im bunten Laub und diese mystischen ultra violetten Sonnenuntergänge. Hach, wie schööööön...

 

Kommentare

Claudia
03•09•2018
OOOOhhh weh, Urlaub vorbei, Sommer ade! Hoffentlich helfen Eure Farben bei diesem aprupten Übergang dieses Jahr! Wer hat denn das von Euch empfohlene Buch von Wolfgang Schmidbauer gelesen? Ich war nämlich etwas enttäuscht, obwohl die Kernaussage mir so aus der Seele spricht. Was macht diese schnelllebige, hektische Zeit mit ihrer absolut materiellen Ausrichtung mit uns? Depressionen breiten sich epedemisch aus ... für mich hält sich Schmidbauer zu lange mit seiner Fede Psychotherapie gegen den leider massenhaften und steigenden Konsum von Antidepressiva auf. Bestürzend zu lesen, doch das müsste für den Laien nicht mit so vielen Beispielen beschrieben werden. Für mich aber das ähnliche Phänomen wie Botox und Schönheitsoperationen. Da hätte ich mir mehr Alltagsbeobachtungen, mehr Erzählungen aus seiner Praxis und praktische "Gegenmittel" gewünscht. Viele seiner Gedanken und Thesen sind dennoch sehr interessant und tatsächlich habe ich mir viele Stellen angestrichen. Dass die Pharmaindustrie hier einsteigt ist doch logisch ... die wollen weder die Welt noch den Menschen retten, sondern nur viel Geld verdienen. Der schönste Satz ist für mich "die Fähigkeit, sich auf der narzisstischen Ebene selbst zu versorgen, ist verborgen und daher schwer berechenbar. Sichtbar wird dann nur das Scheitern - die Depression." Dann darf man sich also für den September etwas aussuchen, Kuchen backen, Ausstellung oder Wimperntusche ... und die glücklichen Momente des Lebens genießen.
FTF, Sabine Fuchs
09•09•2018
Liebe Claudia, ich freue mich so sehr, dass du unseren Empfehlungen folgst. Ja mit Büchern ist es dann tatsächlich auch so wie mit Filmen. Natürlich empfehlen wir nur Bücher, die wir selbst toll finden, aber letztenendes bringt doch jeder auch ein andere Erwartungen mit. Ich fand an dem Buch bestechend, dass Schmidbauer sagt, dass sich die Gesellschaft grundlegend ändern muss. Auch er empfiehlt beispielsweise eine 30 Stunden-Woche (eines meiner Lieblingsthemen). Er prangert die durch die Vollzeit beider Eltern bedingte Elternlosigkeit an. Er zeigt auf, dass wir alle in die Konsumfalle gestürzt sind. Und zeigt noch mit vielen weiteren Beispielen, wie unsere Leistungsgesellschaft an der Ausbreitung der Depression verantwortlich ist. Im Gegensatz zu dir, habe ich keine praktischen Gegenmittel erwartet. Ich sehe in dem Buch ein gesellschaftskritisches Werk, was Anstoss geben soll, umzudenken. Und da ist ja dann eher nur langfristig eine Änderung zu erwarten. Leider ... Viele liebe Grüße Sabine (PS: Nächste Woche kommen wieder Buchtipps von uns.. vielleicht ist ja dann wieder was für dich dabei :))

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