26•07•2018 ••

Wenn der Berg ruft...

Manchmal will es der Zufall, dass man im Leben auf Menschen trifft, die eine unglaublich spannende Vita haben. Die Geschäftsführerin den ALPS-Magazins, Michaela Hammel, veranstaltete vor kurzem ein wundervolles Yoga-Retreat in der „Werdenfelserei“ in Garmisch. Wir durften sie zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung begleiten. Neben diesem tollen Event mit so netten Menschen in diesem wunderschönen Hotel fanden wir es aber auch so spannend, wie man denn Geschäftsführerin eines Magazins für alpine Lebensart wie das ALPS wird. Deshalb haben wir Michaela zu einem Interview getroffen.

 

Uli: Du warst zuletzt bei einem Mode/Luxusmagazin. Wie kamst du denn dazu, Geschäftsführerin eines Bergmagazins zu werden? 

Michaela: Das hat sich so ergeben. Ich war 10 Jahre bei der „Madame“ und das war eine tolle Zeit. Aber irgendwann wollte ich was Neues - und da nicht mehr weitermachen. Ich hatte 35 Jahre durchgearbeitet und wollte dann einfach auch mal alles fallen lassen. Dann habe ich eine kurze Zeit als Freelancerin gearbeitet und da kam „ALPS“ auf mich zu. Eigentlich wollte ich da nur als Freie arbeiten und habe die ALPS-Verlegerin angesprochen. Die meinte damals, tolle Idee, nur leider etwas zu spät, sie wolle verkaufen. Ich fragte sie, was kostet denn sowas? Ich habe eine Woche lang hin und her überlegt, wie ich die Summe zusammenkriege. Das Gefühl, das zu machen, war so stark, dass ich ganz benommen davon war. Ich brauchte Partner! Vor allem Journalisten! Und dann ging alles ganz schnell...Ich bin mit einer Freundin zum Essen gegangen und habe ihr natürlich davon erzählt. Sie kam sofort auf ihren Exmann Stefan, der Journalist ist. Wir haben ihn angerufen und er war sofort Feuer und Flamme und hat seinen Freund Wolfgang Bussgleich als Chefredakteur vorgeschlagen und der hat wiederum seinen Freund Michael Hannwacker dazugeholt. Und schon waren wir auf einmal zu viert und hatten das Geld beisammen. Das sollte wohl so sein. Vier Wochen später saßen wir beim Notar, als der uns nach dem Firmensitz gefragt hat – den wir aufgrund der schnellen Entscheidung noch gar nicht hatten – beschlossen wir zunächst im Büro meines Lebensgefährten „unterzuschlüpfen“. Der Kufsteiner Platz ist eine tolle Marketing-Adresse für ein Bergmagazin, oder? ALPS ist jetzt „mein anderer“ Luxus!

Uli: Euer Magazin ALPS ist in 4 Rubriken unterteilt: Alpenpfade, Alpenträume, Alpenleben, Alpenlust und Alpenblick. Welche ist denn deine Lieblingsrubrik?

Michaela: Ich habe eigentlich keine Lieblingsrubrik. Das ganze Heft fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Kürzlich saßen wir wieder in der Besprechung für die Herbstausgabe, innerhalb zweieinhalb Stunden hatten wir die Themen beisammen – eines schöner als das andere. Mein Liebling ist der Hefteinstieg: Das Cover und die Begrüßung der Leser (Editorial) mit netten schönen Worten, und die Alpenträume. Ich bin immer wieder fasziniert, was wir da jedes Mal wieder so auf die Beine stellen.


Wir realisieren „unseren“ Traum und unsere Leidenschaft zu den Alpen – das macht unendlich viel Spaß. 


Uli: Wo lässt du dich für die Alpenträume inspirieren? Geht ihr auf die Suche oder treten Menschen mit Geschichten an euch heran?

Michaela: Oh, da haben wir ganz viele verschiedene Quellen. Zum Teil werden sie uns angeboten oder wir arbeiten auch mit tollen Fotografen zusammen, die Themen einreichen. Oder auch durch langjährige Kontakte der Kollegen in die Journalisten- und Fotografenszene, und natürlich findet man auch durchs Reisen immer wieder tolle Orte. Oft fällt mir auch ganz spontan noch etwas ein. Es ergeben sich manchmal auch durch Kundenkontakte noch Themen zu einem schönen Produkt oder einem ganz besonderen Ort oder auch zu einem Event in den Bergen. Apropos Event: Wir planen jetzt Kochevents in München. Wir haben vor zwei Jahren in Kooperation mit teNeues ein Alpen-Kochbuch realisiert. Darin sind die besten Rezepte und Geschichten von Alpen-Spitzenköchen, die jemals in ALPS erschienen sind, gesammelt.

Mit der Kochschule "Koch dich glücklich“ in der Ickstattstraße erkochen und erleben wir die alpenländische Küche. Die Menüfolge für den ersten Kochevent (5.10.2018) steht schon.

Uli: Hast du denn im realen Leben auch eine Leidenschaft für die Berge oder verbringst du deinen Urlaub doch lieber am Meer oder in Städten?  

Michaela: Das hat sich jetzt in den letzten Jahren gewandelt. Hat aber nichts mit ALPS zu tun. Ich bin einfach in den letzten Jahren naturbezogener geworden. Außerdem habe ich einen Hund. Ich bin auf dem Land großgeworden. Meine Mutter kommt aus dem Allgäu und wir waren immer beim Wandern. Damals fand ich das natürlich sehr öd, aber heute bin ich dafür sehr dankbar, dass ich überall hingekommen bin und schon auf so vielen Bergen war. Auch im Winter waren die Berge natürlich ein Thema. Ich laufe seit meinem zehnten Lebensjahr Ski und war im Skiclub. Und das als Hessin, in einem Skiclub mit 400 aktiven Mitgliedern! Wir sind ja jedes Wochenende auf einen anderen Berg gefahren, viel auch nach Oberstdorf, also wieder Allgäu. Das Zillertal kenn ich hoch und runter. Von Fügen bis Hintertux. Also die Affinität war schon da und ist in den letzten Jahren mit dem Wunsch, einen Hund zu haben, natürlich viel mehr geworden - und ich laufe einfach unheimlich gerne. Auch das hat sich erst entwickelt. Früher habe ich gerne eher mal einen Städtetrip gemacht. 

Uli: In den Bergen erlebt man ja sehr oft magische Momente. Welches sind denn deine magischen Momente, wenn du in den Bergen bist?

Michaela: Dieses Grün! Dieses Grün - und das hört dann irgendwann auf und dann kommt da der Fels und du denkst „wow“. Ich würde da niemals hochkraxeln, ich bin ja eher die „Softwanderin“, aber das ist wirklich beeindruckend für mich. Oder hier auch das neue Cover der Sommerausgabe des ALPS-Magazins. Das ist einfach der Hammer. Wir kriegen ständig Zuschriften und Anrufe, wo denn das sei. Alle wollen jetzt da hin. Aber das verraten wir natürlich nicht. (lacht)

Uli: Dein Lieblingsartikel in diesem Heft?

Michaela: Die Badenixen, das war auch wieder so eine spannende Geschichte. Ich sitze mit einem Modekunden aus Garmisch zusammen und er fragte, ob wir nicht mal eine Geschichte über das Werdenfelser Land machen könnten. Er sagt, das Werdenfelser Land sei seine Heimat und wäre so schön. Bei der Heftbesprechung zur Sommerausgabe habe ich das erzählt und dann sagt unsere Bildredakteurin: Ach, ich habe eine Geschichte mit Badenixen rund um die Seen in Garmisch gemacht. Und schon hatten wir das perfekte Thema mit wunderschönen Bildern.

Uli: Ein Magazin wie das „ALPS“ zu managen ist sicher eine spannende Aufgabe. Welcher Teil deiner Aufgabe gefällt dir am besten und warum?

Michaela: Ich liebe es, Kooperationen zu entwickeln. Mir für den Kunden was Besonderes und Individuelles einfallen zu lassen. Das habe ich lange bei „Madame“ und anderen Zeitschriften davor gemacht. Freude und Erfolg soll man haben, wobei jeder sein Geld daran verdient. ALPS lebt davon – natürlich ist es extrem wichtig, dass der Kunde (s)einen Effekt hat. Diese Aufforderung, Ideen zu haben, ist mein erklärtes Ziel und das möchte ich noch viel weiter ausbauen und intensivieren. Ich bringe einfach gerne Menschen zusammen und kommuniziere mit ihnen. Das gelingt mir auch eigentlich immer sehr gut. Das liegt aber sicher auch an unserem Magazin. Es ist einfach wunderschön und achtsam gemacht, naturverbunden und die Menschen wissen das zu schätzen. Es ist anders und dadurch haben wir eine Alleinstellung. Und diesen Weg werden wir auch nicht verlassen. Man muss sich bei ALPS einfach mal die Mühe machen und etwas tiefer hineinschauen, damit man den Hintergrund und die Sinnhaftigkeit des Heftes versteht. Man kann durchaus die Strahlkraft des Heftes für sein Produkt nutzen. Da spielt es dann keine Rolle, ob ich eine riesige Reichweite habe, weil ich hier so nah an den Leuten dran bin. Das bestätigen uns auch immer wieder die Zuschriften und Posts in den sozialen Netzwerken. Da bin ich unheimlich stolz drauf.

Uli: Ihr habt gerade ein tolles Yoga-Retreat mit vielen anderen spannenden Aktionen in der Garmischer „Werdenfelserei“ organisiert. Wir durften euch zu dieser „Auszeit“ begleiten. Was ziehst du persönlich aus solchen „Auszeiten“ für dich heraus?

Michaela: Zum einen, dass man wirklich mal rauskommt und was anderes macht. Dass man Dinge verbindet, wie Yoga und tolles Essen, man ist in der Natur und dann ganz wichtig, natürlich die Menschen. Die Begegnungen sind einfach etwas unglaublich Schönes.... 

Meine persönliche Auszeit: lange Spaziergänge und Wanderungen mit dem Hund. Gerne alleine oder zu zweit.


Wald und Natur ist Detox pur


Liebe Michaela, vielen Dank für diesen schönen Einblick in euer ALPS-Magazin und deine Arbeit und wir wünschen euch, dass ihr weiterhin so viel Spaß damit habt und uns auch bringt.

Wir wollten euch hier noch mal einen kleinen Einblick mit einigen Impressionen in das wundervolle Yoga-Retreat geben, das in diesem Jahr stattfand. Vielleicht inspiriert euch das, beim nächsten Mal dabei zu sein.

Neben dem wunderschönen Hotel „Werdenfelserei“ www.werdenfelserei.de gab es noch unzählige andere Highlights. Gemeinsame Abendessen, tolle Yoga-Sessions mit Claudia de Greiff www.viva-trainingsraum.de, einen Schnitzkurs mit Victorinox www.victorinox.com und eine wunderbare Bergtour. Begleitet war das Event von diversen Aktivitäten wie zum Beispiel Röhnisch www.roehnisch.com mit einen Pop-up-Store für Yogabekleidung und vielen anderen Sponsoren.

Unsere absolute Empfehlung für das nächste Jahr!

Kommentare

Gabi Papst
27•07•2018
Bisschen viel Werbung :-)
Marlo
28•07•2018
Vielen Dank für das interessante Interview. Werde mir mal eine ALPS kaufen. Bei dem Yoga-Retreat wäre ich gern dabei gewesen. VG Marlo
FTF, Sabine Fuchs
29•07•2018
Liebe Marlo, wir finden Alps wirklich ein wunderschönes Heft. Tolle Fotostrecken und gut recherchierte, liebevolle Reportagen. Also für jeden der die Natur liebt, ein wunderschönes Printmedium. Sie haben aber wirklich auch eine wunderschöne Internetseite https://www.alps-magazine.com. Auch da kann man ins Heft reinlesen. Viel Spaß :)

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