12•01•2019 ••

Unsere Januar-me*moments

Also, der Januar ist für mich schon von jeher ein Januarg. 


Januargghhhh.


Benannt nach Janus, der als Gott des Anfangs und des Endes gilt, stellt mich dieser Monat immer wieder vor die Herausforderung, Altes loszulassen und Neues zuzulassen. Und dieses Jahr trifft es mich besonders: Haben wir doch am 3. Januar unsere kleine Tochter zum Flughafen gebracht, um sie auf ihre Weltreise zu verabschieden. Was konkret heißt: Jetzt sind wir wieder ein kinderloser Haushalt, denn unsere ältere Tochter ist ja schon vor einem Jahr nach Freiburg gezogen. Puuh.

Die Schneeberge vor unserer Haustüre symbolisieren für mich förmlich die Berge an Herausforderungen, vor die ich mich jetzt gestellt sehe. (Ein großes Danke für die tolle Illustration von Dr. Susanne Taggruber, ihr könnt ihr auch auf Instagram folgen: @textkomm)

In unserem memoments Kalender hat der Januar das Motto „Nimm dir Zeit, dich auf deine Zukunft einzustellen.“ Weiter schreiben wir: Ein positiver Blick in die Zukunft lohnt sich. Mit einer bejahenden Einstellung dem Leben gegenüber, bist du einfach viel besser für die Herausforderungen gewappnet, vor die dich das Leben manchmal stellt. Krisen und Misserfolge tragen oft im Rückblick gesehen zu deinem inneren Wachstum bei und machen dich stärker.

Das will ich jetzt beherzigen: Ich will mir Zeit nehmen, um mich auf eine ungewohnte Zukunft einzustellen, aber will auch wieder mehr darüber nachdenken, was mich eigentlich immer so richtig begeistert hat, außerhalb meines Jobs und meiner Familie.

** Das war für mich immer die Kunst.

Und auch, wenn der Januar schon fast rum ist, drei Ausstellungstipps muss ich hier unbedingt loswerden:

Ihr müsst euch unbedingt das Kunstlabor Urban Art ansehen. Initiiert von Muca, dem ersten Museum Deutschlands für Streetart, durften 50 nationale und internationale Künstler sich in der alten Tengelmann-Zentrale auf 5000 qm austoben und die Räume dort in Wunderwerke der Streetart verwandeln. Nicht jeder Raum ist ein Kunstwerk, aber im Ganzen macht die Ausstellung einfach so richtig Spaß. Sie ist noch bis zum 31. Januar geöffnet. Ein Must-see. www.kunstlabor.org


Die Poesie der Bilder


Im Literaturhaus sind schon seit 9.11.18 die sagenhaften Illustrationen von Christoph Niemann zu sehen. Uli war schon dort … ich noch nicht. Und am 25.1. unterhält sich Christoph Niemann mit Jan Wagner über die Poesie der Bilder. Diesen Termin habe ich mir eingetragen, und ich werde mir davor auch noch gleich die wunderbare Ausstellung ansehen!

Im Haus der Kunst läuft nur noch bis zum 27.1. die Retrospektive von Jörg Immendorf. Der Titel „Für alle Lieben in der Welt“ ist doch einfach wunderbar und einmal alle wichtigen Werke dieses herausragenden Künstlers zu sehen verspricht, ein toller Nachmittag zu werden.

Und Uli, die übrigens auch die Kunst liebt, hat noch einen besonderen Tipp für euch:
Wer selber Kunst kaufen möchte, anstatt sie nur im Museum anzuschauen, der geht in den „Kunstsupermarkt“. Den gibt es gleich in mehreren Städten. In Berlin, Frankfurt, auf Sylt, in Wien und natürlich in München. Der Kunstsupermarkt ist aufgebaut wie ein richtiger Supermarkt, die Einrichtung und auch die günstigen Preise – und das für wirklich tolle Kunst. Das Angebot im Kunstsupermarkt: Nationale und internationale Künstler, aber auch Künstler, die am jeweiligen Standort des Kunstsupermarktes ansässig sind. Zu erwerben gibt es von Zeichnungen über Aquarelle, Acryl- und Ölgemälde bis hin zu Kleinplastiken alles Mögliche. Kosten für die Werke: 59 €, 110 €, 220 € und 330 €. Hier ist also für jeden Geldbeutel etwas dabei und jeder, der sich für Kunst interessiert, wird hier fündig. Also nicht nur Schnäppchenjäger und Sammler sind begeistert, sondern auch diejenigen, die sich sonst nicht mit Kunst befassen oder selten eine Galerie betreten, finden hier leicht Zugang zur Kunst.


Geschmack ist hier also das Einzige, was zählt.


** Und da wäre noch der Sport.  

Seit 14 Jahren gehe ich zu meiner lieben Freundin Eva ins Yoga. Wer im Süd-Osten von München wohnt, hat vielleicht eventuell eine Chance, bei ihr aufgenommen zu werden. www.enjoy-yoga.de. Allerdings sind ihre Kurse im Moment übervoll, denn Evas Yoga ist einfach Balsam für die Seele, und sie hat es geschafft, dass ich mit heute fast 54 Jahren beweglicher bin, als ich es mit 34 war :)

Aber ich werde sie überreden, für uns auf dem Blog einmal Übungen vorzumachen. Versprochen!

Dann habe ich mit Eva einen Lauftreff einmal die Woche. Und nein, da wollen wir niemanden dabei haben. Denn seit 15 Jahren laufen wir durch alle Krisen und Krankheiten hindurch. Ich kann euch nur raten, sucht euch eine Eva und ihr werdet laufen bis ihr 100 seid.

Außerdem habe ich noch meine liebe TRX-Gruppe. Die ist leider nicht öffentlich. Ich kann nur so viel verraten: TRX macht echt Spaß und wird von einem der besten Motivatoren Münchens geleitet: Stefan Möstl via www.nordicsports-team-muenchen.de. Stefan hat mich bis zum Marathon begleitet und ihr könnt bei ihm auch Kurse für Nordic Walking, Langlaufen und Skating belegen.


**Und dann natürlich die Geschichten, die das Leben schreibt.


Da gibt es gerade drei für mich total sehenswerte Filme im Kino:

Der Junge muss an die frische Luft:

Der wunderbare Film über Hape Kerkelings nicht ganz so wunderbare Kindheit. Toll inszeniert von Caroline Link. Ein Film, der sehr sensibel mit dem Thema Depressionen umgeht, aber dabei auch zeigt, wie schwierig diese Krankheit für die Kinder von Betroffenen ist. Ich habe ihn schon gesehen, unbedingt reingehen!

Die Frau des Nobelpreisträgers:

Ich habe nur den Trailer bisher gesehen, aber eins weiß ich sicher: Ich wünsche Glenn Close jetzt endlich den Oscar und ich bin sicher, für diese Rolle wird sie ihn auch kriegen :)

Die Poesie der Liebe:

Ein wunderbarer Liebesfilm, in München läuft er derzeit nur OmU. Aber ist das nicht perfekt, ein Liebesfilm in Französisch? Eine Geschichte über die große Liebe im Lauf der Zeit. Ist das nicht ein Thema, wo zumindest viele von uns mitreden können? Da Uli perfekt französisch (zumindest für meine Ohren) parliert, werde ich sie fragen, ob sie sich diesen Film mit mir ansieht.


Die Poesie der Liebe


** Und dann sind es die gesellschaftspolitischen Themen, die mich umtreiben.

Auf Netflix gibt es viele Dokumentationen. Zwei davon will ich mir diesen Monat anschauen:

Minimalism (2016):

Eine Dokumentation über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. In dieser Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die das amerikanische Ideal ablehnen, dass Materialismus glücklich macht. 

Passt übrigens prima zu einem meiner wenigen Vorsätze, die ich für 2019 gefasst habe: 

Ich will mal wieder „Kleiderfasten“. Das habe ich 2012 schon einmal ein ganzes Jahr durchgezogen. Und es ging erstaunlich gut. Ich hatte damals durch die fehlenden Shoppingtouren auf einmal so viel mehr Zeit. Jetzt habe ich zwar eh viel mehr Zeit als früher, aber ich merke, dass mich Instagram doch soweit beeinflusst, dass ich 2018 wieder mehr Kleidung gekauft habe, als ich eigentlich brauche.

Dieses Jahr geht das Kleiderfasten übrigens nur das erste halbe Jahr. Ab Juli darf ich wieder :) Ausgenommen sind Sportschuhe (brauche ich nämlich wirklich dringend) und Unterwäsche.

Plastic Ocean (2016):

Ein Film über die Auswirkungen des Plastikmülls in unseren Weltmeeren.Wir haben unseren Plastikmüll schon sehr reduziert, seit wir den Großteil unseres Gemüses am Markt einkaufen. Aber da ist, ich gebe es zu, noch ganz viel Luft nach oben. Wenn ihr euch zu nachhaltigen Themen inspirieren lassen wollt, empfehle ich euch auf Instagram den Account von franzischaedel. Sie hatte letztes Jahr beispielsweise im Januar die Challenge eines verpackungsfreien Januar. 


Weniger ist mehr


 

 

**Und jetzt noch meine Challenge für den verbleibenden Januar:

Kochen macht mich glücklich. So habe ich mir jetzt vorgenommen, zweimal die Woche wieder aus dem Kochbuch zu kochen. Aus diesen Büchern werde ich kochen:

*Jerusalem, eines meiner Lieblingskochbücher von Ottolenghi

*Orientalisch Vegetarisch von Greg & Lucy Malouf

*Simple Dinners von Donna Hay


Und ihr, was habt ihr Schönes vor im Januar?


 

 

 

 

 

Kommentare

Tatjana Weiß
13•01•2019
Liebe Bine, endlich komme ich dazu "Fuck the Falten" in aller Ruhe durchzustöbern. :-) Ich bin absolut begeistert! Mein Vorsatz zum Jahresbeginn: Ich werde mir von jetzt an seeehr gerne regelmäßig die Zeit gönnen regelmäßig bei Euch reinzuschauen! Zu Eva`s Yogastunden kann ich Deinen Worten nur aus vollstem Herzen beipflichten! Wohl dem der eine Eva hat! :-) Wenn ich mich recht erinnere bin ich jetzt das 9.Jahr (oder schon das 10.te??) bei Eva und möchte nicht eine einzige Stunde davon missen! Das ist reinster Balsam für Körper, Geist und Seele! :-)
FTF, Sabine Fuchs
13•01•2019
Liebe Tatjana, wie schön dass du mich/uns jetzt auch online kennengelernt hast. :)). Du kannst uns übrigens auch abonnieren, dann bekommst du bei jedem neuen Artikel eine Nachricht. Einen wunderschönen Restsonntag! Liebe Grüße Sabine
Carolyn Hagen
16•01•2019
Dies ist tatsächlich meine erstes Abo.
FTF, Sabine Fuchs
17•01•2019
Willkommen und wir fühlen uns geehrt :)

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